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Das internationale japanische Brettspiel Go fasziniert durch seine Vielseitigkeit.
Das japanische Brettspiel Go (jap. Igo) stammt ursprünglich aus China, wo es schon seit Jahrtausenden gespielt und Wéiqí genannt wird.
Von Japan aus verbreitete sich die Kenntnis über dieses kultivierte, auf einem hohen Niveau basierende strategische Brettspiel über die ganze Welt.
Das große Entwicklungspotential bietet allen Spielenden ein weites Spektrum in der Freizeitgestaltung. Kombinationsfähigkeit, Kreativität, Logik, Intuition, strategischem Denken sind keine Grenzen gesetzt.
Spielend entwickelt sich die Spielstärke und ermöglicht auf diese Weise eine Weiterentwicklung des Denkvermögens, der Persönlichkeit.


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Alle Altersgruppen gewinnen durch die eigene Gestaltung eine große Freude an diesem wertvollen Spiel. Die Aufmerksamkeit wird auf spielerische Weise gefördert.

Zu den Brettspielen gibt es auch eine hervorragende Go-Literatur, in der umfassend die besten Kombinationsmöglichkeiten analysiert werden.
Das Spielmaterial:

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Besteht aus einem Holzbrett auf dem sich ein Raster von 19x19 Linien befindet. Dazu gehören 181 linsenförmige schwarze Spielsteine und 180 linsenförmige weiße Spielsteine, die in dazugehörenden Dosen aufbewahrt werden. Im Spielverlauf werden die gefangenen Spielsteine auf dem bereitgestellten Dosendeckel abgelegt.
Diese gefangenen Steine werden bei der Auszählung wieder auf die leeren Schnittpunkte der gegnerischen Gebiete gelegt.

Beim Go sitzen sich zwei Spieler gegenüber.

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Bei der modernen Variante Paar-Go- sitzen sich zwei Paare gegenüber und spielen abwechselnd
Go - Impressionen

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Es folgen die Spielregeln:

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Die Go-Regeln des japanischen Brettspieles werden in dem Buch The Go Player´s Almanac, ausführlich dargestellt.

Die japanischen Go-Regeln des Nihon Ki-in und Kansai Ki-in 1989 (aus dem Englischen).

Artikel 1 Das Go-Spiel
Go ist ein Brettspiel in dem zwei Spieler mit ihren Fertigkeiten auf einem Spielbrett im Wettstreit liegen, wer von beiden mehr Gebiet erlangen kann, vom Beginn des Spieles weg bis zum Spielende nach Artikel 9. Eine Partie bezieht sich auf alle Spielzüge bis zum Ende des Spiels.

Artikel 2 Spielzüge
Die Spieler können abwechselnd einen Spielzug machen, ein Spieler spielt die schwarzen Steine, sein Gegner die weissen Steine.

Artikel 3 Spielpunkte
Das Brett ist ein Gitter aus 19 waagrechten und 19 senkrechten Linien die 361 Schnittpunkte bilden. Ein Stein kann auf jeden unbesetzten Schnittpunkt gesetzt werden (freier Punkt) auf welchem er nach Artikel 4 liegen bleiben darf.

Artikel 4 Steine die auf dem Brett bleiben dürfen
Nach einem Spielzug gibt es einen oder mehrere Steine eines Spielers die auf dem Spielbrett bleiben darf solange sie waagrecht oder senkrecht einen unbesetzten Nebenpunkt haben (Freiheit genannt). Ohne Freiheit kann eine Gruppe von Steinen nicht auf dem Brett verbleiben.

Artikel 5 Schlagen
Wenn nach einem Zug eines Spielers ein oder mehrere gegnerische Steine nicht mehr auf dem Brett verbleiben dürfen (nach der vorigen Regel Artikel 4), muss der Spieler all diese gegnerischen Steine entfernen, diese werden Gefangene genannt. In dem Fall ist der Spielzug beendet, wenn die Steine entfernt worden sind.

Artikel 6 Ko
Eine Anordnung von Steinen in welcher die Spieler abwechselnd einen einzelnen gegnerischen Stein schlagen und zurückschlagen können nennt sich Ko. Ein Spieler dessen Stein in einem Ko geschlagen worden ist darf nicht gleich mit dem nächsten Spielzug zurückschlagen.

Artikel 7 Leben und Tod
1. Steine werden lebend genannt, wenn sie nicht durch den Gegner geschlagen werden können, oder wenn durch das Schlagen von diesen Steinen es möglich einen neuen Stein zu spielen den der Gegner nicht schlagen kann. Steine die nicht leben werden tod genannt.
2. Zur Feststellung von Leben oder Tod am Spielende (Artikel 9) ist es nicht erlaubt im gleichen Ko zurückzuschlagen. Ein Spieler dessen Stein in einem Ko geschlagen wurde kann aber in diesem Ko wieder schlagen, nach dem er einmal für dieses Ko gepasst hat.

Artikel 8 Gebiet
Leere Schnittpunkte die von lebendigen Steinen eines Spielers umgeben sind werden Augen-Punkte genannt. Andere eingegrenzte leere Schnittpunkte werden dame genannt. Von Steinen die nur unter Zuhilfenahme von dame lebendig sind befinden sich in einem seki. Augen-Punkte die von lebendigen Steinen umgeben sind und sich nicht im seki befinden werden Gebiet genannt, diese Augen-Punkte zählen als Gebietspunkte.

Artikel 9 Spielende
1. Wenn ein Spieler seinen Spielzug passt und sein Gegner darauf auch seinen Spielzug passt wird die Partie angehalten.
2. Nach dem Anhalten kommt es zum Ende des Spieles durch Übereinstimmung der beiden Spieler über Leben und Tod von Steinen und den Gebieten. Dies wird das Spielende genannt.
3. Möchte ein Spieler nach dem Anhalten die Partie wieder aufnehmen, muss der Gegner darin einwilligen und hat das Recht auf den ersten Spielzug.

Artikel 10 Ergebnis feststellen
1. Nach Übereinstimmung das die Partie beendet ist, entfernt jeder Spieler aus seinem Gebiet die toten gegnerischen Steine und fügt sie zu seinen schon gefangenen Steinen hinzu.
2. Die Gefangenen werden dann in das gegnerische Gebiet gelegt und die verbleibenden Punkte der Gebiete werden gezählt und verglichen.
Der Spieler mit dem grösseren Gebiet gewinnt. Haben beide Spieler die gleiche Punkteanzahl ist das Spiel unentschieden, jigo genannt.
3. Erhebt ein Spieler einen Einwand gegen das Ergebnis, müssen beide Spieler das Ergebnis erneut bestätigen, in dem sie beispielsweise das Spiel nachspielen.
4. Nach dem beide Spieler das Ergebnis bestätigt haben, kann das Ergebnis unter keinen Umständen geändert werden.

Artikel 11 Aufgabe
Während eines Spiels kann ein Spieler die Partie beenden in dem er seine Niederlage eingesteht. Dies wird Aufgabe genannt. Man sagt dann, der Gegner hat durch Aufgabe gewonnen.

Artikel 12 Kein Ergebnis
Wenn sich während eines Spieles die Position auf dem gesamten Spielbrett wiederholt, kann durch Übereinstimmung beider Spieler díe Partie ohne Ergebnis beendet werden.

Artikel 13 Beide Spieler verlieren
1. Finden die Spieler noch einen Spielzug der das Ergebnis der Partie verändern würde, nachdem die Partie nach Artikel 9 angehalten worden ist, und beide können sich nicht darauf einigen die Partie zu beenden, verlieren beide Spieler.
2. Wenn ein Stein auf dem Brett bewegt worden ist und die Partie ist fortgeführt worden, wird der Stein auf den ursprünglichen Schnittpunkt zurückgelegt und das Spiel geht weiter. Können sich die Spieler nicht einigen, verlieren beide.

Artikel 14 Verlust
Ein Verstoss gegen die vorigen Regeln führt zum sofortigen Verlust der Partie, falls das Ergebnis noch nicht von beiden Spielern bestätigt worden ist.

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The Japanese Rules

(The following is the formulation of the Japanese rules of Go in Their entirety as revised on April 10, 1989 and effective from May 15, 1989)

The Nihon Ki-in and Kansai Ki-in hereby revise the Nihon Ki-in´s Rules of Go formulated in October 1949 and establish the Japanese Rules of Go. These rules must be applied in a spirit of good sense and mutual trust between the players.

Article 1. A game of go
Go is a game in which two players compete in skill on a board, from the beginning of the game until the game stops according to Article 9, to see which can take more territory. A game refers to the moves played until the end of the game.

Article 2. Play
The players can alternately play one move at a time, one player playing the black stones, his opponent the white stones.

Article 3. Point of play
The board is a grid of 19 horizontal and 19 vertical lines forming 361 intersections. A stone can be played on any unoccupied intersection (called an empty point) on which Article 4 permits it to exist. The point on which a stone is played is called its point of play.

Article 4. Stones that may exist on the board
After a move is completed, a group of one or more stones belonging to one player exists on its points of play on the board as long as it has a horizontally or vertically adjacent empty point, called a liberty. No group of stones without a liberty can exist on the board.

Article 5. Capture
If, due to a player's move, one or more of his opponent's stones cannot exist on the board according to the preceding article, the player must remove all these opposing stones, which are called prisoners. In this case, the move is completed when the stones have been removed.

Article 6. Ko
A shape in which the players can alternately capture and recapture one opposing stone is called a ko. A player whose stone has been captured in a ko cannot recapture in that ko on the next move.

Article 7. Life and death
1. Stones are said to be alive if they cannot be captured by the opponent, or if capturing them would enable a new stone to be played that the opponent could not capture. Stones which are not alive are said to be dead.
2. In the confirmation of life and death after the game stops in Article 9, recapturing in the same ko is prohibited. A player whose stone has been captured in a ko may, however, capture in that ko again after passing once for that particular ko capture.

Article 8. Territory
Empty points surrounded by the live stones of just one player are called eye points. Other empty points are called dame. Stones which are alive but possess dame are said to be in seki. Eye points surrounded by stones that are alive but not in seki are called territory, each eye point counting as one point of territory.

Article 9. End of the game
1. When a player passes his move and his opponent passes in succession, the game stops.
2. After stopping, the game ends through confirmation and agreement by the two players about the life and death of stones and territory. This is called the end of the game.
3. If a player requests resumption of a stopped game, his opponent must oblige and has the right to play first.

Article 10. Determining the result
1. After agreement that the game has ended, each player removes any opposing dead stones from his territory as is, and adds them to his prisoners.
2. Prisoners are then filled into the opponent's territory, and the points of territory are counted and compared. The player with more territory wins. If both players have the same amount the game is a draw, which is called a jigo.
3. If one player lodges an objection to the result, both players must reconfirm the result by, for example, replaying the game.
4. After both players have confirmed the result, the result cannot be changed under any circumstances.

Article 11. Resignation
During a game, a player may end the game by admitting defeat. This is called resigning. The opponent is said to win by resignation.

Article 12. No result
When the same whole-board position is repeated during a game, if the players agree, the game ends without result.

Article 13. Both players lose
1. After the game stops according to Article 9, if the players find an effective move, which would affect the result of the game, and therefore cannot agree to end the game, both players lose.
2. If a stone on the board has been moved during the game and the game has proceeded, the game continues with the stone returned to its original point of play. If the players cannot agree, both players lose.

Article 14. Forfeit
Violation of the above rules causes immediate loss of the game, provided the result has not yet been confirmed by both players.
The Go Player´s Almanac
Compiled and edited by
Richard Bozulich
Published by
The Ishi Press, Inc,
Tokyo, Japan